| Parodontitis - (auch) eine Eiweißspeicherkrankheit? |
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Parodontitis ist nicht nur ein häufiges Problem, sondern auch „Eine Quelle für internistische Systemerkrankungen“ (Dtsch Ärztebl vom 29.04.2011) und umgekehrt.
So gibt es nicht nur einen genetischen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herzinfarkt über Gemeinsamkeiten auf dem Chromosom 9, sondern von Parodontitisinseln ausgeschwemmte Keime können auch zur Inflammation eines koronaren Plaques führen, eine Plaqueruptur auslösen und damit zum Herzinfarkt führen (Demmer et al, J Am Dent Assoc 137 (Suppl I.): 14S-20S (2006). Die genauen pathophysiologischen Vorgänge und Zusammenhänge sind bis heute im Einzelnen noch unklar.
Im Rahmen der Klinischen Forschergruppe 208 fördert die DFG ein Verbundprojekt an der Universität Bonn mit dem Titel: „Ursachen und Folgen von Parodontopathien – genetische, zellbiologische und biomechanische Aspekte“ aus schulmedizinischer Sicht.
Ein alternativer und außerhalb der Schulmedizin angesiedelter Ansatz zur Deutung und Erklärung der Zusammenhänge ist das Konzept der Eiweißspeicherkrankheiten, aus dem sich bei Vorliegen einer Eiweißüberernährung und/oder Dysproteinämie sowie der oftmals begleitenden Übersäuerung des Geweberaumes kausale Therapieansätze ableiten lassen.
Das von L. Wendt im Archiv für Kreislaufforschung (15: 132-172) erstmals 1949 publizierte Konzept wird erläutert, in den schulmedizinischen Kontext gestellt, und die sich daraus für die Zahnmedizin ergebenden therapeutischen Optionen werden präsentiert.
Referent:
Prof. Dr. Wendt
![]() Vita
Prof. Dr. med. Thomas Wendt
geb. 1955 in Frankfurt am Main
Assoziierter Partner des Kardiocentrums, Standort Innenstadtpraxis Ausbildung und bisherige berufliche Stationen: seit 2010 Partner des Kardiocentrums Frankfurt
2009 Kardiovaskulärer Präventivmediziner (DGPR) 2008 Zusatzbezeichnung Sozialmedizin 2006 Zusatzbezeichnung Ärztliches Qualitätsmanagement 2004 – 2010 Leitender Arzt des Reha-Zentrums Bad Nauheim, Kliniken Taunus und Wetterau 2004 – 2008 Vorstand Kerckhoff-Stiftung, Bad Nauheim seit 1999 apl. Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität 1996 - 2004 Leitender Arzt der Klinik Wetterau, Bad Nauheim 1995 Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin 1994 Zusatzbezeichnung Physikalische Therapie 1992 Zusatzbezeichnung Sportmedizin 1991 Habilitation 1990 – 1995 Kardiologischer Oberarzt an der Universitätsklinik Frankfurt 1990 Zusatzbezeichnung Kardiologie 1990 Facharzt für Innere Medizin 1981 – 1990 Assistenzarztzeit an der Universitätsklinik Frankfurt 1981 Promotion 1980 – 1981 Wehrdienst als Stabsarzt in Schwarzenborn 1973 – 1979 Studium der Humanmedizin in Frankfurt Mandate: seit 2005 Mitglied des Vorstandes des Fördervereins der Deutschen Gesellschaft für
Prävention und Rehabilitation von Herz-/Kreislaufkrankheiten (DGPR) seit 2001 Mitglied des Sektionsvorstandes Arbeitsmedizin und Sozialmedizin der Akademie für Ärztliche Fortbildung und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen seit 1993 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung Schwerpunkte: Frühzeitige Primärprävention. Das ist die Antwort auf die Frage: Was hält uns gesund?
Lebenslange Sekundärprävention. Das ist die Antwort auf die Frage: Was lässt uns wieder gesund werden und bleiben?
Individuelle Risikostratifikation: Das ist die Antwort auf die Frage: Was muß ich tun?
Literaturverzeichnis: siehe >>> www.prof-wendt.de <<<
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