| Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats im Kindesalter als Folge posturalen Ungleichgewichts |
Zurück zum ProgrammErkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats im Kindesalter als Folge posturalen Ungleichgewichts In den letzten 20 Jahren wird die Körperhaltung zunehmend mit der Posturologie in Zusammenhang gebracht. Dieses geschieht jedoch noch meistens im Hinblick auf freiwillige oder erzwungene Körperhaltungen. In der Tat basiert die Posturologie auf theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen, die weit zurückreichen. Seit den frühen 80iger Jahren kam die Forschung in Frankreich wieder in Schwung und aus ihr gingen verschiedene Haltungsschulen mit unterschiedlichen Sichtweisen hervor. Diese lassen sich im Prinzip in zwei Haupttheorien zusammenfassen: die Schule des Arbeitsmediziners Dr.med. P. M. Gagey, der vom système postural fin als kybernetischem Gleichgewichtssystem spricht, welches durch die Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats Interferenzen erleidet; und die Schule des Orthopäden und Chirurgen Prof. Dr. med. B. Bricot, der das système tonique postural als kybernetisches System definiert, dessen Ungleichgewicht den Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats zugrunde liegt. Beide Schulen betrachten die Augen und die Füße als die wesentlichen Exorezeptoren des posturalen Systems. Eine an 700 Patienten, darunter 500 Erwachsene, 100 Kinder zwischen 8 und 13 Jahren und 100 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, durchgeführte statistische Analyse konnte beeindruckend aufzeigen, dass die Wahrnehmungsfehler zu 100 % vom Augen- und Fußrezeptor verursacht werden! Die entscheidende Frage, die sich uns stellt, ist: Wann beginnt nun aber der Fehler im posturalen System? Antonio Fimiani
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