| Guter Biss - guter Schlaf. Synergien in Zahn- und Schlafmedizin |
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Der Kurs will die Zusammenarbeit des Arztes, Schlafmediziners und Zahnarztes bei schmerzbedingten und bei schlafatmungsbedingten Schlafstörungen an Hand konkreter Patientenbeispielen zeigen. Für den Zahnarzt ist es wichtig zu wissen, bei welchen Pathologien er therapeutisch zu Seite stehen und der Arzt und Schlafmediziner muss wissen, wie diese zahnärztliche Therapie aussehen kann. Das Einbeziehen neuromuskulärer Parameter bei der zahnärztlichen Aufbissschienen- und Apnoeschienentherapie wird in diesem Kurs ausführlich besprochen.
30% der Bevölkerung klagen weltweit über Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie). Häufig sind es schmerzbedingte Schlafstörungen in Form funktioneller Wirbelsäulenbeschwerden, die keinen erholsamen Schlaf zulassen. Bisher therapieresistente, schmerz- und manualtherapeutisch behandelte nächtliche Rücken-, Nacken-, Kopfschmerzen konnten unter Einbeziehung der craniomandibulären Dysfunktion (CMD) in das therapeutische Konzept doch noch zu einer Besserung verholfen werden. Neben diesen schmerzbedingten Schlafstörungen treten bei 8% der Bevölkerung gesundheitsgefährdende Schlafatmungsstörungen in Form von obstruktivem Schnarchen auf. Zahnärztlich angefertigte Protrusionsschienen können bei der Therapie der leichten bis mittleren Schlafapnoe oft erfolgreich eingesetzt werden. Bei fast allen Apnoepatienten lässt sich eine CMD nachweisen, was meistens eine Kontraindikation für die Protrusionsschienentherapie ist. Werden neuromuskulärer Parameter bei der Protrusionsschienentherapie berücksichtigt, ist die Behandlung nicht mehr kontraindiziert und Schlafapnoe und CMD können gemeinsam therapiert werden. Brigitte Losert-Bruggner
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